Umbrien
Abseits von Rom, Mailand und Turin, abseits von Sizilien, Sardinien und der Lombardei, abseits dieser bekannten touristischen Ballungsorte Italiens, hat der halbinselartige Staat im Süden Europas auch weniger bekannte Regionen zu bieten, die sich als durchaus attraktiv erweisen können. Oder von denen man wenigstens einmal gehört haben sollte. Umbrien gehört dazu.
Obwohl unheimlich zentral gelegen, stellt Umbrien mit seinen knapp 900.000 Einwohnern die viertkleinste Region Italiens dar. An mangelnder landschaftlicher Attraktivität kann das jedenfalls nicht liegen, zwar ist Umbrien die einzige Region, die weder an ein Meer noch an ein anderes Land angrenzt, dennoch bietet sich dem Besucher hier einiges, was schön anzusehen ist.
So zum Beispiel die ausgedehnten Bergrücken und sanften Gebirgszüge, die für Weidewirtschaft und Ackerbau genutzt werden, ebenso wie die dazu gehörenden Täler. Ein malerisches Bild, das sich einem in hier bietet. Und dann liegt ja auch noch der Trasimenische See in Umbrien, der mit einer Fläche von 128 km² der größte See der Apenninhalbinsel und der viertgrößte Italiens ist. Ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur bei den Bewohnern Umbriens.
Und wer jetzt denkt, Umbrien sei eine kleine, bäuerliche Region, abseits jeglichen Realismus und abseits jeglicher wirtschaftlicher Wertvorstellungen, dem sei ans Herz gelegt, dass das regionale Bruttoinlandsprodukt von Umbrien 96,6% des Durchschnitts der EU-27 betrug – und damit viele andere Regionen Italiens in den Schatten stellt.