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Staatsanwälte wollen Berlusconi in Ruby Affäre anklagen

Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi wird sich in den nächsten Monaten vor Gericht verantworten müssen, denn die Mailänder Staatsanwaltschaft will ihn wegen der Affäre um eine minderjährige Prostituierte vor Gericht bringen. Der Antrag hierzu soll noch heute (09.02.2011) eingereicht werden. Doch dies ist nicht der einzige Grund warum sich Berlusconi vor Gericht verantworten muss, denn am 11.03.2011 wird die Staatsanwaltschaft das unterbrochenes Korruptionsverfahren gegen Berlusconi wieder aufnehmen.

Bis Mittwoch soll in der so genannten Ruby-Affäre entschieden werden, ob Berlusconi sowohl wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs als auch wegen sexueller Beziehungen zu einer Minderjährigen in einem beschleunigten Verfahren angeklagt werden solle oder nur in einem der beiden Punkte. Wenn überzeugende Beweise für eine Schuld vorliegen, kann nach italienischem Recht ein beschleunigtes Verfahren eingeleitet werden. Die Staatsanwalt tendiert in der Ruby-Affäre eher zu einem beschleunigten Verfahren wegen des Amtsmissbrauchs.

Die Vorwürfe wegen der Prostitution sollen eher in einem normalen Prozess geklärt werden. Innerhalb von fünf Tagen muss über den Antrag der Staatsanwaltschaft entschieden werden, dies könnte für Berlusconi bedeuten, dass er noch vor der Sommerpause vor Gericht muss.