Kommunalwahl in Italien
Anscheinend haben die Italiener die letzten Skandale von dem Ministerpräsident Silvio Berlusconi nicht vergessen. Die drei Korruptionsverfahren und der letzte Sex-Skandal sowie die stagnierende Wirtschaft zeigen derzeit ihre Auswirkungen bei den Kommunalwahlen in Italien. Bislang galt der italienische Ministerpräsident als unbesiegbar, doch die Mitte-Rechts-Allianz von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat bei den Kommunalwahlen in Italien herbe Verluste erlitten.
In Turin gewann die Opposition unter anderem die Mehrheit und erzwang so überraschend in Berlusconis Heimatstadt und Hochburg Mailand eine Stichwahl. Die italienischen Kommentatoren sehen vor allem durch das Ergebnis in Mailand Berlusconis Nimbus des Unbesiegbaren stark angekratzt. Der Ministerpräsident reagiert auf die Ergebnisse sehr überrascht und niedergeschlagen, diese Informationen gaben Mitarbeitet am Dienstag der Nachrichtenagentur Ansa weiter.
Die konservative Bürgermeisterin Letizia Moratti erhielt in Mailand 41,6 Prozent der Stimmen und landete hiermit auf Platz 2. Ihr Herausforderer Giuliano Pisapia erhielt 48 Prozent der Stimmen. Der Herausforderer hat bei der Stichwahl in zwei Wochen nun alle Chancen auf einen historischen Sieg in der norditalienischen Finanzmetropole, die seit fast 20 Jahren von den Konservativen dominiert wird. Am 15.05.2011 waren insgesamt 13 Millionen Italiener in 1310 Kommunen sowie in elf Provinzen zur Wahl aufgerufen.