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Flüchtlingsstrom aus Tunesien ebbt ab

So langsam ebbt der Flüchtlingsstrom aus Tunesien auf die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa ab. Seit Montag, kommen laut den italienischen Medienberichten, keine neuen Bootsflüchtlinge aus Tunesien auf der kleinen Felsinsel im Süden von Sizilien an. Aber auch wenn der Flüchtlingsstrom abebbt bleibt die Lage dort weiterhin angespannt. Das für 800 Flüchtlinge ausgelegte Hauptauffanglager war mit circa 1.800 Flüchtlingen restlos überfüllt.

400 der Immigranten sollten im Laufe des Tages auf weitere Flüchtlingszentren in Italien verteilt werden. In nur wenigen Tagen hatten in der letzten Woche über 5.300 Menschen, die auf der Flucht vor Unruhen und in Armut in Tunesien, die Insel erreicht. Seit langem gilt das nur 130 Kilometer von der tunesischen Küste entfernte, nur 20 Quadratkilometer große, Lampedusa als „Tor nach Europa“ für die Verzweifelten aus Afrika. Mit Fähren und per Luftbrücken wurden bereits viele der Bootsflüchtlinge von Tunesien auf andere italienische Flüchtlingslager verteilt.

Am Nachmittag (16.02.2011) wollten sich der italienische Innenminister Roberto Maroni von der ausländerfeindlichen Lega Nord und der Außenminister Franco Frattini über weitere Maßnahmen beraten. Die EU hatte bereits am Dienstag auf die italienischen Hilfsforderungen reagiert und Gelder sowie Grenzschützer zugesagt.