Flüchtlingschaos auf Lampedusa
Auf der Insel Lampedusa leben normalerweise 4.500 Menschen, doch derzeit sind dort zusätzlich 5.500 afrikanische Flüchtlinge gestrandet. Die Einwohner rebellieren gegen den anhaltenden Flüchtlingsstrom, sie befürchten unkontrollierbare Zustände. Auf der sonst friedlichen Insel Lampedusa kam es zur Revolte, die Fischer der Insel blockierten den Hafen, die Frauen der Insel versperrten die Hafen-Mole.
Die Inselbewohner möchten kein einziges Flüchtlingsboot mehr ankommen lassen, die Inselbewohner sind sehr aufgebracht. Derzeit sind die Inselbewohner in der Minderheit, denn auf der Insel befindet sich zurzeit mehr Flüchtlinge wie Einwohner, die Einheimischen können den Flüchtlingen nicht annähernd einen menschenwürdigen Aufenthalt bieten, denn sie sind längst überfordert.
Eine Kleiderkammer wurde von der Katholischen Kirche eingerichtet, es fehlen vor allem Decken, denn die meisten der Flüchtlinge schlafen unter freien Himmel. Mittlerweile unterstellen die Inselbewohner der Regierung Berlusconi Vorsatz. Sie glauben, dass das Elend von den Flüchtlingen auf Lampedusa potentielle Flüchtlinge in Tunesien und Libyen abschrecken soll.
Bislang zeigt diese Form der Politik keine Erfolge und jetzt reagiert auch die Politik in Rom und sie will sechs Schiffe nach Lampedusa schicken, die bis zu 10.000 Flüchtlinge wegbringen können. Sollte die Regierung in Tunis nicht in der Lage sein, den Migrantenstrom zu unterbinden, so droht Roberto Maroni, werde Italien mit der Zwangsrückführung der Flüchtlinge beginnen.