Alta Moda Tage auf Profilsuche
Der „Altaroma“ wie die römischen Schauen der hohen Schneiderkunst offiziell heißen, suchen seit Jahren die „großen“ Namen. Auch bei der 18. Auflage befanden sich die Schauen auf Profilsuche. Der Mailänder Designer Giorgio Armani brachte vor einiger Zeit die Meinung von ihm und von vielen anderen namhaften Kollegen mit dem Satz „Paris und nur Paris, denn in Italien gibt es keine Zukunft“. Paris ist nach wie vor die Modemetropole und Italien hat hier deutlich das Nachsehen.
Im diesjährigen Programm von „Altaroma“ tauchten dieses Jahr zwar berühmte Namen auf wie zum Beispiel Versace und Ferré auf. Doch leider handelte es sich hierbei nur um die Präsentation von Büchern über die Couturiers. Am Samstag machte das Atelier Fausto Sarli den Auftakt der Frühjahrs-Schauen, zum ersten Mal ohne den neapolitanischen Altmeister, der im Dezember im Alter von 83 Jahren gestorben war.
Auf den Schauen waren auch zwei Neulinge zu sehen, Erkan Coruh und Jack Guisso. Der türkische Jungdesigner Coruh präsentierte dem Publikum eine gewagte Kollektion mit schwarzen Minikleider, Abendroben und Tailleurs mit Pferdemähnen ähnlichen, aufgenähten Kunsthaarbüscheln an Krägen, Taschen und Gürteln.
Der Designer Guisso hingegen bot Orient mit einem Hauch von Punk. Auch wenn das ein andere Highlight präsentiert wurde, fehlten den Alta-Moda-Tagen neben den Stars der Haute Couture diesmal auch eindeutige Trends.